Clean-In-Place (CIP) ist die grundlegende Hygieneinfrastruktur in der Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaherstellung – sie ermöglicht die automatisierte, validierte Reinigung von Prozessanlagen ohne Demontage. Ein gut ausgelegtes CIP-System reduziert die Stillstandszeiten zwischen Produktionschargen, gewährleistet die mikrobiologische Kontrolle und liefert dokumentierte Nachweise über die Wirksamkeit der Reinigung zur Erfüllung behördlicher Anforderungen.
Ein vollständiges CIP-System besteht aus mehreren zentralen Teilsystemen: Chemikalienbehältern (Lauge, Säure, Spülwasser); CIP-Zuführ- und Rückführpumpen; Wärmeaustauschern zur Temperaturregelung; Behältersprühvorrichtungen (statische Sprühkugeln oder rotierende Strahldüsen); Ventilmatrizen in der Prozessleitung zur Strömungsführung; Messtechnik (Durchfluss-, Temperatur- und Leitfähigkeitssensoren) sowie einer Automatisierungs- bzw. SCADA-Plattform, die die Reinigungsabläufe steuert.
AVM liefert mehrere kritische Komponenten für CIP-Anlagen, darunter hygienische Sprühkugeln für die Innenreinigung von Tanks, für CIP-Anwendungen ausgelegte Kreiselpumpen mit hoher Förderleistung und hohem Förderdruck sowie das gesamte Sortiment an hygienischen Ventilen und Armaturen, das für CIP-Verteilerleitungen erforderlich ist. Alle Komponenten bestehen aus Edelstahl 316L und verfügen über die 3-A-Zulassung sowie die FDA-Konformität hinsichtlich der verwendeten Materialien.
Die Auswahl des Sprühgeräts ist eine entscheidende Gestaltungsentscheidung bei der CIP-Anlage. Statische Sprühkugeln – ohne bewegliche Teile und mit hervorragender Zuverlässigkeit – eignen sich für Behälter mit einem Fassungsvermögen von etwa 5.000 L und geringeren bis mittleren Reinigungsanforderungen. Rotierende Sprühhauptdüsen erzeugen durch mechanische oder hydraulische Rotation hochwirksame Strahlbündel und gewährleisten eine überlegene Wandabdeckung sowie Reinigungsleistung bei großen Tanks, stark verschmutzten Oberflächen oder schwierig zu reinigenden Geometrien.

Die Ventilkonfiguration für CIP-Systeme erfordert typischerweise: Drosselklappenventile (Umschaltung von Leitungen und Umleitung des Durchflusses); Membranventile (präzise Durchflusssregelung und totvolumenfreie Isolierung); Mixproof-Ventile (sichere Trennung zwischen Produkt- und CIP-Kreisläufen); Probenahmeventile (Wassertest nach der Spülphase) sowie Sicherheitsventile (Überdruckschutz). Eine sachgerechte Ventilauswahl stellt sicher, dass die CIP-Chemie alle Oberflächen mit der erforderlichen Strömungsgeschwindigkeit, Temperatur und Konzentration erreicht.
Bei der Spezifikation der CIP-Pumpe sind folgende Faktoren zu berücksichtigen: der gesamte Systemdruckverlust (Rohrreibung + Gegendruck der Sprühvorrichtungen); der erforderliche Volumenstrom (bestimmt durch den Rohrdurchmesser und die minimale CIP-Strömungsgeschwindigkeit – typischerweise 1,5–3,0 m/s für Rohrleitungs-Kreisläufe); die Fluidtemperatur (Laugenwäsche typischerweise bei 70–85 °C) sowie die Korrosionsbeständigkeit gegenüber Reinigungschemikalien.
Ein erfolgreicher CIP-Entwurf erfordert, dass die Reinigbarkeit bereits in das gesamte Prozesssystem integriert wird: Alle Rohrleitungen müssen selbstentwässernd sein; tote Enden dürfen 1,5–3× den Rohrdurchmesser nicht überschreiten; und bei der Ventilauswahl sollte Priorität auf selbstentwässernde, spaltfreie Geometrien gelegt werden. Das umfassende Produktportfolio von AVM sowie dessen ISO-9001-Qualitätssystem bieten Kunden eine Komplettlösung aus einer Hand – von Einzelkomponenten bis hin zu integrierten Systempaketen.
